Tickets

Ihr Lieben,
das Feel Festival ist ein buntes, ein offenes und tolerantes Festival. Ein Raum für freie Entfaltung aller Kulturen und Facetten des Lebens. Unvereinbar mit Nationalismus, Rassismus, Sexismus und Diskriminierung in jedweder Form. Wer solches Gedankengut an den Tag legt, sei es aktiv oder passiv, wird keinen Spaß haben und keinen Zutritt zum Gelände erhalten.

Der Ticketvorverkauf für das Feel Festival 2018 beginnt hier am 3. Dezember 2017 um 12:00 Uhr.

 




Liebe Feel Freundinnen und Freunde,

wir blicken zurück auf fünf wundervolle Festivaljahre voller Musik, Kunst und Kultur, ermöglicht durch einzigartige Ideen, Mitstreiter*innen und Gäste. Was einst als verrückte Vision am WG-Tisch entstand, ist zu einer fünftägigen Reise in eine andere Welt geworden, der nunmehr über 20.000 Freigeister beiwohnen.

Mit den Jahren ist nicht nur die Vielfalt des Programms, der Bühnen, Floors und künstlerischen Gestaltung sowie die Zahl unserer Besucher*innen  gestiegen, sondern ebenso damit einhergehende Herausforderungen, Verantwortungen und der Anspruch in vielerlei Dimensionen. Somit kommen wir nicht drumherum, im kommenden Jahr unseren Ticketpreis anzuheben.

Mittlerweile beherbergt das Feel Festival über 16 aufwändig gestaltete Floors und zwei Stages für Live-Musik und zahlreiche ausgefallene Orte zum Verweilen. Die aufwändige programmatische Gestaltung, die damit eingehende Vielfalt der einzelnen Bühnen, verlangt ein hohes Maß an Arbeitseinsatz. Insbesondere das Live-Programm bedingt immer mehr Hingabe und auch die finanziellen Ressourcen für Bands und deren kostspieligen Bühnenproduktion stellen für uns einen der größten Kostenpunkte dar. Im Vergleich zu der Programmgestaltung und technischen Umsetzung des DJ-Porgramms ein deutlicher Mehraufwand. Zum einen wollen wir diese jedes Jahr aufs Neue mit einem vielseitigen und hochwertigen Programm bespielen, zum anderen bedeutet das einen deutlich höheren Personal- und Produktionsaufwand.  Neben der steigenden Anzahl unserer Beschäftigten sowie den mit uns zusammenarbeitenden Kollektiven, ist es uns zunehmend wichtig für all die, die ihr ganzes Herzblut und ihre Energie in das Festival stecken, für faire Bezahlungen und gesicherte Arbeitsverhältnisse zu sorgen. Um in diesem Kontext Raum für Kreativität und Experimente beizubehalten, muss stets investiert werden.

Mehr Bühnen und Floors, mehr Orte zum Entdecken, mehr Publikum bedeutet gleichzeitig stetige Maßnahmen zur Erweiterung und Verbesserung der Infrastruktur des Festivalgeländes. Inzwischen arbeiten wir und unser Team ganzjährig an den Vorbereitungen vor Ort, das erfordert entsprechende Strukturen der Versorgung, des Wohnens und der Bewachung. Das gewachsene Festivalgelände in Kombination mit einem mittlerweile sehr frühzeitigen Ausverkauf der Festivaltickets stellen uns insbesondere während der Veranstaltung vor neue Herausforderungen hinsichtlich der Absicherung durch Zäune und Sicherheitspersonal. Neben jährlich hohen Kosten für die Bereitstellung von Öko-Toiletten, treibt vor allem die Wasserversorgung, durch Probleme mit dem Wasserdruck, eingeschränkten Zugang zum Versorgungsnetz und den Bezug von Frischwassertanks mittels LKW-Transport, unsere Ausgaben jedes Jahr unerwartet in die Höhe. Zudem treiben wir kontinuierlich den Ausbau von Feststrom und Leitungen voran, um die Nutzung von Dieselgeneratoren und Notstromaggregaten zu vermeiden und zunehmend natürlichen Ökostrom nutzen zu können.

Des Weiteren haben wir in diesem Jahr ein umfangreiches Awareness-/ PsyCare-Team in unsere Festivalstrukturen integriert, um beim Feiern für mehr Bewusstsein und Schutz unter unseren Besucher*innen sorgen zu können. Diese Maßnahme halten wir auch in Zukunft für unglaublich wichtig und unerlässlich, muss aber auch finanziell möglich gemacht werden.

Neben steigenden infrastrukturellen Kosten, fallen für uns durch die Gestattung der Mitnahme von Getränken auf das Festivalgelände jährlich beträchtliche und unkalkulierbare Gastro-Einnahmen weg. Auf diese Freiheit für die Feel Festival Gäste möchten wir auch in Zukunft keineswegs verzichten. Zudem soll im kommenden Jahr gänzlich auf die Präsentation von Marken auf dem Gelände verzichtet werden. Gleichzeitig möchten wir  das auf dem Festival angebotene Produktportfolio ausgewogener und noch regionaler gestalten. All das bedeuten ein Wegfall von Einnahmen, den es an anderer Stelle auszugleichen gilt, um unsere Liquidität zu sichern und den Festival-Apparat weiter am Laufen zu halten. Nicht zu vergessen sind die jährlich steigenden GEMA-Kosten, welche mittlerweile 8% der Einnahmen betragen und durch ihren sechsstelligen Betrag eine hohe finanzielle Belastung für uns bedeuten.

Obwohl es also in diesem Jahr gut für uns lief, war es uns - unter anderem aufgrund der oben genannten Faktoren - leider dennoch nicht möglich, kostendeckend zu arbeiten. Da ein Wachstum in puncto Besucher*innenzahl für uns nicht weiter infrage kommt, mussten wir uns für eine langfristige Erhöhung des Ticketpreises auf 119,00 (zzgl. 5€  Müllpfand) entscheiden. Nur so können wir einen sinnvollen Fortbestand des Feel Festivals gewährleisten, der dasselbe Maß an Kreativität, Qualität und Freiheit der vergangenen Jahre beibehalten und die notwendigen Entwicklungsmaßnahmen in Zukunft möglich macht. Gleichzeitig können wir damit aber auch garantieren, dass wir den Ticketpreis in 2019 nicht nochmals anheben müssen. Vielleicht fragt ihr euch nun, warum nächstes Jahr wieder eine Müllpfandgebühr im Ticket inbegriffen sein wird. Das liegt ganz einfach daran, dass wir es dieses Jahr im Glauben an das eigenverantwortliche Verhalten der Festivalbesucher*innen im Umgang mit ihrer Umgebung einmal ohne probieren wollten. Leider erwies sich dieser Ansatz jedoch nicht als erfolgreich und da uns der sorgsame Umgang mit der hiesigen Natur viel zu sehr am Herzen liegt, führen wir den Müllpfand wieder ein.

Eine weitere Konsequenz , die wir daraus gezogen haben, ist die Entscheidung, dass wir die Besucherzahlen nicht weiter erhöhen möchten um allen Besucher*innen weiterhin genügend Platz zum Tanzen und freien Entfaltung geben zu können. Wir möchten nach wie vor eine familiäre Atmosphäre auf dem Festivalgelände vorfinden und die Möglichkeit beibehalten den verlorenen Tanzpartner der letzten Nacht auch am nächsten Tag wiederzufinden.

In diesem Sinne hoffen wir auf euer Verständnis, eure Wertschätzung und  Unterstützung, senden euch wärmste Grüße für die kälteren Tage. Bis Sonntag zum Vorverkaufsstart!

Eure Feel Crew