Der Vorverkauf beginnt

Liebe Freunde,

wir schwelgen in Gedanken an den warmen Sommer, den Strand unter unseren Füßen und der Sonne über dem Bergheider See. Mit lebendigen Erinnerungen an ein fulminantes Feel Festival 2016 sind wir dabei, wilde Ideen für das kommende Jahr zu sammeln.

Das Feel Festival 2016 war für uns ein aufregendes Projekt, bei dem wir viel erlebt und gelernt haben. Als vor vier Jahren mit knapp 2500 Gästen alles begann, damals noch am Kiekebuschsee, am Rande Berlins, hätten wir nicht zu träumen gewagt, ein solches Ferienlager zu erschaffen: Heute, in 2016, blicken wir auf fünf Tage Festivalspaß mit 22 Floors und Bühnen, über 400 Künstler*innen, mehr als 30 Workshops und unzähligen weiteren Aktivitäten.

Um das Feel Festival so gestalten zu können, wie wir es erträumen, muss viel passieren. Dazu gehören oft Dinge und Vorgänge, die im Hintergrund ablaufen und erst auffallen, wenn sie nicht funktionieren oder gar fehlen. Hierzu zählen hauptsächlich infrastrukturelle Aspekte wie Generatoren, Strom- und Wasserleitungen und die damit einhergehende Miete und Wartung. Das Gelände am Bergheider See gehört nicht uns. Wir können also die Bauten nicht einfach stehen lassen und im nächsten Jahr wieder nutzen, sondern müssen die Floors und Bühnen zum großen Teil zurückbauen und einlagern.
Ohne Baumaschinen wie Radlader, Bagger und Transporter wären Bauten und Floors, wie wir sie euch bieten möchten, nicht möglich. Die Logistik hinter einer funktionierenden Gastronomie oder einer Bühne, auf der Musiker*innen und andere Künstler*innen ihre Kunst zum Besten geben, kommt weder ohne Fahrzeuge noch Facharbeitern aus. Um solch eine diverse, künstlerische Welt zu erschaffen, verbringen wir Monate der Vorbereitung auf dem Festivalgelände und werden dabei von etlichen Crews, und im Endspurt bis zu 350 Helfer*innen beim Bau unterstützt. Menschen, die an das Projekt glauben, die wir dennoch fair bezahlen und angemessen verpflegen.
Letztendlich muss nach dem Fest alles wieder aufgeräumt und der Müll, der unweigerlich anfällt, entsorgt werden. Dabei sind wir stets darauf Bedacht, nachhaltiger und umweltverträglicher zu werden. Eine Möglichkeit, diesem Ziel näherzukommen, die in einer solchen Größenordnung in Deutschland noch kein Festival wagte, haben wir in diesem Jahr wahrgenommen: Bei dem Feel Festival 2016 gab es ausschließlich Komposttoiletten (bis auf die WC-Container im Badezimmer). Den Komfort, den eine Komposttoilette bietet, lässt sich kaum mit dem einer herkömmlichen mobilen Toilette vergleichen. Doch das hat seinen Preis. Insbesondere durch die intensive Betreuung und die regelmäßige Reinigung entstehen hier, verglichen mit den herkömmlichen Toiletten, immense Mehrkosten.

Die allgemeine Organisation dieses Festivals wurde von einem kleinen Nebenprojekt zu einem Vollzeitjob. Hier versteckt sich keine große Veranstaltungsfirma, sondern sechs Personen, die das ganze Jahr über Meetings abhalten, neue Ideen entwickeln und umsetzen, Programm gestalten und koordinieren, Künstler*innen buchen, Kooperationen mit verschiedenen Dienstleistern verhandeln, Logistik planen, Infrastruktur aufbauen, und und und. Um außerdem jährlich steigende Preise für Strom, Maschinen, Treibstoff, Wasser, Müll, Pacht, GEMA-Gebühren, Sicherheitsdienste und Künstler*innen-Gagen nicht mit einer mangelhaften inhaltlichen Qualität und Programmvielfalt oder einer abgespeckten Atmosphäre zu kompensieren sowie das Feel Festival nachhaltig weiterzuentwickeln, kommen wir leider nicht umhin, die Ticketpreise in diesem Jahr anzuheben.

Wir selbst sind seit Jahren leidenschaftliche Festivalbesucher*innen und kennen das Dilemma um steigende Festivalpreise nur zu gut. Auch wir konnten damals noch nicht nachvollziehen, warum unser Lieblingsfestival Jahr für Jahr teurer wurde. Mit dem Entstehen des ersten eigenen Festivals hat sich dieser Blick schnell gewandelt. Fünf volle Tage Musik, Rahmenprogramm, Zelten in der Natur und die Freiheit, eigenes Essen und Getränke auf das Gelände zu nehmen, hat einen Wert, der sich zwangsläufig im Ticketpreis widerspiegeln muss.
Seid also versichert: Eine Preisänderungen wie diese geschieht nicht leichtfertig, sondern wurde viel diskutiert. Letztendlich sind wir uns sicher, euch damit langfristig mehr schöne Momente auf dem Feel Festival bescheren zu können.

Wer 2015 und 2016 das Feel Festival besuchte, kennt den weitläufigen Zeltplatz, den Wald, die Wiesen und den Strand. Hier sollen alle die Möglichkeit haben, sich ein kleines, feines Plätzchen für ihren Urlaub am See herzurichten. Da es leider immer wieder vorkam, dass im Sand oder auf einem durch Regen aufgeweichten Feldweg Autos stecken geblieben sind, werden 2017 Wohnmobilplätze ausgewiesen werden, auf denen nur mit einem Autopass geparkt werden darf. Wir möchten an dieser Stelle an euer Umweltbewusstsein appellieren und euch alternative Anreisemöglichkeiten nahelegen: Finsterwalde ist mit der Bahn sehr gut zu erreichen und der Bassliner bringt euch von verschiedensten Städten aus sicher und günstig zum Gelände. Die geführte Radtour von Berlin aus, bei der ein kostenloses Gepäckshuttle inklusive ist, bietet ein kleines Abenteuer schon vor dem Festival und lässt euch die Lausitz einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Dank der vielen Emails, Facebook-Nachrichten und Kommentare und dem positiven Feedback, das wir von euch bekommen haben, wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dank der ausführlichen und konstruktiven Kritik, wissen wir, woran wir dringend arbeiten müssen. An dieser Stelle sei euch herzlich gedankt. Die Resonanz, die von euch kommt, zeigt uns, dass euch das Feel Festival und dessen Entwicklung sehr am Herzen liegt.

Wir sind überglücklich, ein Publikum wie euch begrüßen zu dürfen.

Wir sehen uns beim Feel Festival 2017!

  • Manuel

    Kurze Frage zur Autoanfahrt: das angebotene Autopass Ticket bezieht sich nur auf Wohnmobile?
    Da wir tlw. aus Schweden anreisen ist fuer uns das “Personen”Auto unabdingbar.

    • Maria

      Der Autopass bezieht sich auch auf normale Personenwagen. Der Pass erlaubt es, das Fahrzeug mit auf das Festivalgelände zu nehmen – es ist aber auch möglich kostenlos vor dem Gelände zu parken 🙂 Also Anreise mit Auto und ohne Autopass trotzdem gut möglich, muss man halt nur die Camping-Sachen vom Parkplatz aufs Festivalgelände tragen 😀

  • Hasna Ziadi

    Ich konnte leider nirgends rauslesen wo der Unterschied zwischen “Schlauer Fuchs” und “Edler Hirsch” liegt. Hat jemand ne Ahnung?

    • Maria

      Es gibt nur einen preislichen Unterschied, die ersten Tickets der Kategorie “Schlauer Fuchs” sind günstiger als die der nächste Kategorie “Edler Hirsch” – ansonsten gibt es keinen Unterschied 🙂

      • Hasna Ziadi

        Vielen Dank für die Info. Was ist den der Preisunterschied?

        • Maria

          Schlauer Fuchs gab es für 89 Euro (gab glaube nur 2000 Tickets in der Kategorie), Edler Hirsch liegt bei 99 Euro 🙂

          • Hasna Ziadi

            Super vielen Dank für die Info! Hat mir sehr weitergeholfen! 😉

          • Maria

            Kein Problem 🙂

  • Katharina Walter

    Liebe Feelfreunde – ich bin ein wenig überfragt: Wisst ihr ob man dieses Jahr mit einem kleinen Wohnmobil noch aufs normale Gelände darf? Oder muss man auf den separaten Plätzen stehen? Gibt es Strom auf dem Wohnmobilgelände? WIR FREUEN UNS