Ausblick auf 2020

Bevor wir uns voller Tatendrang den Vorbereitung für 2020 widmen, wollen wir das vergangene, siebte Feel Festival noch einmal gemeinsam mit euch Revue passieren lassen.

Gleich zu Beginn durften wir ein Herzensprojekt mit euch teilen. Um Papier-Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schonen, wollten wir neue Wege im Bereich des Programmheftes gehen. Im Rahmen eines Studentenprojektes haben wir deshalb teamintern eine Feel-App entwickelt, die euch ganz ohne Papier den Timetable, die Karte und die wichtigsten FAQ anzeigen konnte.

Leider lief zwar in diesem Jahr auf der technischen Seite noch nicht alles ganz rund damit, aber das sehen wir als Ansporn, das noch einmal für 2020 weiterzuentwickelt und somit immer mehr den Bedarf und Verbrauch von Printprodukten zu verringern. Auch die weiterentwickelte Version soll, wie bereits auch schon die aktuelle Version, offline funktionieren und euch zielsicher zu euren Highlights im Programm führen und euch eine bessere Orientierung auf dem Gelände ermöglichen. Und sollte der Akku mal zur Neige gehen, könnt ihr euch vertrauensvoll an unsere Solare Ladestationen wenden, um danach wieder frisch und voller Energie in den Festivaltrubel zu starten.

Um uns jedes Jahr weiter zu entwickelt und immer wieder aufs Neue viele Überraschungen für euch bereit halten zu können, muss Vertrautes manchmal auch etwas Neuem weichen. Einmal komplett umgekrempelt, erstrahlte der ehemalige Prince Charles Floor nun als Kreuzberg Floor in neuem Gewand.

 

 

Auch auf der Hohen Düne wurden von Edward Ean und seiner Crew viele neue Elemente, Chill-Out-Areas und Lichtinstallationen kreiert, um den großartigen Acts eine gebührende Kulisse zu liefern, die euch die Beats nicht nur hören, sondern auch spüren und sehen lässt.

Wie jedes Jahr wurde auch unser Strandfloor wieder komplett neu konzipiert und erstrahlte als Tempel des Glücks mit einer gigantischen Höhe von 13 Metern. Dieses fantastische Konzept wurde in monatelangen Vorbereitungen von WOAK geplant und letztendlich dann von Meta Visions, umgesetzt.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle schon einmal an alle Crews, Kollektive und Helfer*innen, die beim Aufbau des Festival beteiligt waren – ohne euch wäre das Erschaffen dieser Parallelwelt nicht möglich gewesen!

 

 

 

 

Weil wir neben all dem Tanzen und Feiern auch unserer gesellschaftspolitischen Verantwortung gerecht werden wollen, haben wir eine weitere Neuerung in der Geländegestaltung genutzt, um auf ein wichtiges Problem im Zusammenhang mit der globalen Klimakrise aufmerksam zu machen.

Euch ist sicherlich schon aufgefallen, dass wir in diesem Jahr die Campingbereiche mit Namen verziert haben. Diese sollten euch nicht nur dabei helfen, euch besser auf dem Gelände zu orientieren und nach einer durchtanzten Nacht easy euer Camp wiederzufinden. Sondern sie sollen auch Bewusstsein für ein wichtiges Thema schaffen. Von Amsterdam bis Vanatu, haben wir malerische Orte dieser Welt gewählt, die alle vom ansteigenden Meeresspiegel bedroht oder ihm bereits zum Opfer gefallen sind. Climate Change is real! Es ist eine Krise, der wir uns nicht nur bewusst sein müssen, sondern sie fordert auch, dass wir aktiv unser Handeln ändern.

Wo wir gerade schon beim Thema Klima- und Umweltschutz sind, wollen wir an dieser Stelle auch nochmal unsere Gedanken und Intentionen zum Thema Müllpfand mit euch teilen. Wir wissen, dass sich dies gerade in diesem Jahr noch einmal zu einem brisanten Thema entwickelt hat und wollen euch deshalb noch einmal erklären, weshalb wir den Müllpfand für sinnvoll halten.

Zunächst möchten wir noch einmal betonen, dass der Müllpfand keine Bestrafung für all diejenigen sein soll, die ihren Müllverbrauch reduzieren und somit vielleicht keinen ganzen Sack an einem Wochenende voll bekommen. Es geht uns dabei um ein solidarisches Prinzip – ein Kollektiv-Gedanke, welcher das Ziel hat, das Gelände am Bergheider See möglichst schnell vom Müll zu befreien und es in den ursprünglichen Zustand zurückzuführen, um der Natur Zeit zu geben sich zu regenerieren. Hier sind wir auf die Hilfe von euch allen angewiesen!

Da sich nicht nachvollziehen lässt, wer wie viel Müll produziert hat, gilt einfach gleiches Recht für alle und das bedeutet voller Müllsack gegen Müllpfand. Es ist wunderbar und vorbildlich, wenn einige von euch darauf achten, keinen Müll zu produzieren. Leider wissen wir aber auch aus Erfahrung, dass weiterhin dennoch mehr als ausreichend Müll auf dem Gelände anfällt, um jeden Müllsack zu füllen. Wir hoffen da weiterhin auf euer Verständnis. Es geht nicht darum, euch, die wenig Müll produzieren zu bestrafen, sondern darum, dass alle aufgefordert sind, einen vollen Müllsack vom Gelände zur Recyclingstation zu bringen – egal von wem der Abfall letztlich verursacht wurde.

Wir sind froh, euch als unsere Feel-Familie zu haben, die stets mit konstruktivem Feedback zur Stelle ist, statt stumpfes Bashing zu betreiben. Eure Anmerkungen fallen nicht einfach unter den Tisch, sondern wir sind froh, wenn ihr uns helft, das Festival gemeinsam zu verbessern.

Ihr habt Anregungen, Kritik oder Ideen? Teilt sie uns mit, denn nur so können wir wachsen! Gerne unter info@feel-festival.de oder via Facebook/Instagram.

Wir werden uns nun die Zeit nehmen Inspirationen auszuarbeiten, um einerseits die vertraute Atmosphäre des Feels beizubehalten und andererseits trotzdem mit neuen Anregungen und Ideen ein aufregendes Feel Festival 2020 zu realisieren.

Danke für alles und bis ganz bald!

Eure Feel Crew